Jahresbericht 2004 des AK Stadtzukünfte der DGfG

Im Jahr 2004 fanden zwei Veranstaltungen des Arbeitskreises Stadtzukünfte statt. Der Workshop „Zukünfte der geographischen Stadt- und Regionalforschung im Spiegel aktueller Forschungsprojekte“ hatte zum Ziel, jungen Wissenschaftlern eine Plattform zu bieten, die Ergebnisse ihrer Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen zu präsentieren oder auch in der Bearbeitung befindliche Forschungsprojekte zur Diskussion zu stellen. 16 Beiträge des wissenschaftlichen Nachwuchses wurden in einem Kreis von rund 40 Teilnehmern am 25. und 26. Juni 2004 in Bochum diskutiert. Ein Teil dieser Beiträge wird in einem der nächsten Hefte der Berichte zur deutschen Landeskunde unter dem Leitthema der Governance-Forschung publiziert. Am Ende waren die Teilnehmer übereinstimmend der Auffassung, dass zukünftig etwa im jährlichen Abstand eine solche Workshop-Veranstaltung stattfinden solle, auf der junge Wissenschaftler ihre Forschungsarbeiten zur Diskussion stellen.

Das insgesamt 16. Treffen des Arbeitskreises fand am 2. und 3. Dezember 2004 in Hamburg statt. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie dem Geographischen Institut der Universität Hamburg hatte der AK zu einem zweitägigen Workshop zum Thema „Städtebauliche Großprojekte zwischen Qualität, Rendite und sozialem Ausgleich“ ins Architekturzentrum eingeladen. Rund 50 Teilnehmer aus Geographie und Stadtplanung, Immobilienwesen und Architektur – sowohl mit Erfahrungen aus dem außeruniversitären Berufsleben als auch mit universitärem Hintergrund – diskutierten Fragen der städtebaulichen und architektonischen Qualitäten dieser Großprojekte sowie ihrer Einbindung in die jeweiligen Städte. So spannend sich die einzelnen Projekte auch immer wieder darstellen, so problematisch wurde aber auch der vielfach zu stark ausgeblendete gesamtgesellschaftliche Zusammenhang im Laufe der Diskussion beurteilt. Eine kleine Exkursion zu den Falkenried-Terrassen im Hamburger Stadtteil Eppendorf, einem Projekt, das den deutschen Städtebaupreis im Jahr 2004 erhalten hat, bildete den Abschluss der Veranstaltung.

Freundschaftliche Beziehungen gibt es weiterhin zu dem DVAG -AK Stadtentwicklung. So waren einige unserer Mitglieder an den Veranstaltungen in Berlin zur Novellierung des BauGB, in Braunschweig zum neuen Einkaufszentrum „Schloss-Arkaden“ und in Bonn zum Strukturwandel zehn Jahre nach dem Bonn-Berlin-Ausgleich beteiligt.

Schließlich wurde im Jahr 2004 eine eigene Webseite des AK Stadtzukünfte eingerichtet. Unter der Adresse www.stadtzukuenfte.de versuchen wir, unsere inzwischen fast 100 Mitglieder auf dem Laufenden zu halten.

Der AK Stadtzukünfte wird seit diesem Jahr von drei Sprechern geleitet. Uta Hohn , seit Oktober 2003 in Bochum Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeographie, unterstützt die beiden langjährigen Sprecher Lienhard Lötscher und Claus-C. Wiegandt .

Für das kommende Jahr sind wieder zwei Veranstaltungen des AK vorgesehen. Am 10. und 11. Juni 2005 werden aufgrund der großen Nachfrage ein weiteres Mal Qualifikationsarbeiten aus der geographischen Stadtforschung in Aachen zur Diskussion gestellt. Eine Ausschreibung für diese Veranstaltung findet sich in diesem Rundbrief . Das 18. Treffen wird dann im Rahmen des 55. Deutschen Geographentages in Trier am 6. Oktober 2005 stattfinden.

 

Sprecher des Arbeitskreises :

Prof. Dr. Lienhard Lötscher
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Kultur- und Siedlungsgeographie
44780 Bochum
Tel. 0234-32 23354
Fax: 0234-32 14180
E-mail: uta.hohn@rub.de

Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt
Sektion Geographie der LMU München
Luisenstr. 37
80333 München
Tel. 089 – 233 22666
Fax: 089 – 233 22804
E-mail: lienhard.loetscher@rub.de

Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt
Institut für Geographie der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53111 Bonn
Tel. 0228 – 737231
Fax: 0228 – 737230
E-mail: wiegandt@uni-bonn.de